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Atemübungen nach Wim Hof – meine ganz persönliche Erfahrung

  • Apr 18
  • 2 min read

Ich gestehe: Als ich das erste Mal von Wim Hof hörte, dachte ich, das sei wieder so ein Extremsport-Ding für Menschen, die Eiswasser trinken und auf Bergspitzen meditieren. Nicht meins. Und dann kam ein Abend, an dem ich so erschöpft, so aufgewühlt und so feststeckend war, dass ich einfach – aus purer Verzweiflung – eines seiner Atemübungs-Videos startete. Was danach passierte, hat mich wirklich überrascht.


Wim Hof, der Niederländer mit dem Beinamen 'Iceman', hat eine Atemtechnik entwickelt, die heute von Millionen Menschen weltweit praktiziert wird. Die Wim-Hof-Methode besteht aus drei Säulen: Atemübungen, Kälteexposition und Meditation. Für mich persönlich war die Atemübung der erste und wichtigste Schritt.


Wie die Atemübung funktioniert

Die Technik ist simpel, aber kraftvoll: 30 bis 40 tiefe, kraftvolle Atemzüge – durch Nase oder Mund, voll einatmen, locker ausatmen. Danach hältst du nach dem letzten Ausatmen die Luft an – so lange es sich gut anfühlt. Dann tief einatmen und 15 Sekunden halten. Das ist eine Runde. Drei bis vier Runden wiederholen.

Was dabei passiert: Durch das intensive Atmen veränderst du vorübergehend den CO2-Gehalt in deinem Blut. Das kann zu einem leichten Kribbeln in den Fingerspitzen führen, Schwindelgefühl oder einem Gefühl von Wärme. Das ist normal und vorübergehend.


Was ich dabei gespürt habe

Nach meiner ersten Runde saß ich einfach da – und es war still. Nicht die angespannte, rastlose Stille, die ich kannte. Sondern eine tiefe, erdende Stille. Mein Kopf war klar, mein Körper entspannt, mein Herzschlag ruhig. Es war, als hätte jemand kurz alle inneren Lautsprecher abgeschaltet.

Ich fühle mich nach der Übung wach, klar und zentriert – wie nach einer Meditation, aber irgendwie körperlicher. Als ob ich meinen Körper spüren würde, statt nur in meinem Kopf zu sein.


Was die Wissenschaft dazu sagt

Studien zeigen, dass die Wim-Hof-Methode das autonome Nervensystem beeinflussen kann – normalerweise nicht willentlich steuerbar. Probanden konnten nachweislich die Reaktion ihres Immunsystems auf Entzündungsreize reduzieren. Das ist bemerkenswert und hat Forscher weltweit aufgeweckt.

Außerdem hat bewusstes, tiefes Atmen einen nachweislich positiven Effekt auf Stressreaktion, Angstzustände und die Herzratenvariabilität – ein Maß für die Anpassungsfähigkeit des Nervensystems.


Mein Rat an dich

Wenn du skeptisch bist: gut so. Probiere es trotzdem einmal aus. Suche auf YouTube nach einer geführten Wim-Hof-Atemübung. Mach es nicht im Auto, nicht beim Schwimmen, nie ohne sicheres Umfeld – denn das Luftanhalten kann kurzzeitig zu Bewusstlosigkeit führen. Immer sitzend oder liegend. Und dann spür einfach nach. Was passiert in dir, wenn du bewusst atmest? Das Atmen ist kostenlos, immer verfügbar und das einfachste Werkzeug, das wir haben. Wir nutzen es nur selten wirklich.



 
 
 

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